»Klassik im Krafft-Areal«


Samstag, den 9. Dezember 2017, 19.00 Uhr

Andrea Kauten Andrea Kauten (Photo: Josep Molina)


Kammerorchester der Philharmonie am Forum Offenburg

Rolf Schilli, Leitung

Andrea Kauten, Klavier


Die Philharmonie am Forum wurde im Juli 2002 von der Stadt Offenburg in Zusammenarbeit mit der Musikschule Offenburg (Ortenau) gegründet. Unsere Mitglieder sind Musiklehrer, Berufsmusiker, Musik begeisterte Laien und begabte Musikschüler der Region, die projektbezogen, Konzertprogramme unterschiedlichster Art erarbeiten. Mit unseren Programmen wollen wir möglichst viele Facetten der Musikliteratur darstellen und dies mit erlebbarer Musizierfreude, Werktreue und gehobener Wiedergabequalität. Gastdirigenten und Solisten, die aus der Region stammen, sollen einen zusätzlichen Anreiz zum Konzertbesuch, aber auch zum Mitwirken sein.

Die Teilnahme an unseren Projekten ist für alle Musiker offen, die über einen entsprechenden musikalischen Leistungsstand verfügen.

Andrea Kauten begann ihr Klavierspiel beim Basler Pianisten Albert Engel. Als 13-jährige stand sie im Finale des Jecklin-Wettbewerbs in Zürich; ein Jahr später gewann sie den 1. Preis des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs. Ausgebildet an der Musikakademie Basel und an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest, verfügt Andrea Kauten über ein breitgefächertes Repertoire. Seit 2006 veröffentlicht Andrea Kauten bei Sony Classical. 2006 und 2009 legte die Pianistin zwei CDs mit Kompositionen von Robert Schumann vor. Eine CD mit den Klaviersonaten von Franz Liszt folgte 2011. Für ihre 2012 veröffentlichte und hochgelobte Liszt-Doppel-CD hat die Pianistin Stücke für Klavier und Orchester (Totentanz, Malédiction, Ungarische Fantasie) sowie für Klavier Solo eingespielt (Années de Pèlerinage, Mephisto-Walzer, 14. Ungar. Rhapsodie). »Andrea Kauten A Portrait« mit Werken von Ludwig van Beethoven, Frédéric Chopin, Franz Liszt und Sergei Rachmaninow präsentierte die Pianistin 2013.

Seit 2006 ist Andrea Kauten künstlerische Leiterin der Kammermusikreihe »Klassik im Krafft-Areal«.



Programm

Arcangelo Corelli Concerto grosso Op. 6 Nr. 7 D-Dur
1653 1713 1. Vivace - Allegro
2. Adagio
3. Allegro
4. Andante Largo
5. Allegro
6. Vivace
 
Joseph Haydn Divertimento C-Dur, Hob. II:17
1732 1809 1. Marcia. Adagio
2. Allegro
3. Menuetto - Trio
4. Recitativo
5. Andante
6. Menuetto - Trio
7. Allegro molto
8. Andante
9. Presto
 
Alexander Glasunow Thema und Variationen g-Moll für Streichorchester Op. 97
1865 1936  
   
Wolfgang Amadeus Mozart Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488
1756 1791 1. Allegro
2. Adagio
3. Allegro assai
 


Der Komponist und Violinist Arcangelo Corelli, der ausschließlich für Streichinstrumente komponierte, zählt zu den Schöpfern und Wegbereitern der Gattung Concerto grosso. Auch der junge Georg Friedrich Händel lernte den neuen Stil bei Arcangelo Corelli in Rom. Im Concerto grosso tritt eine Instrumentengruppe, das »Concertino«, aus dem Orchster solistisch hervor. Bei Corelli sind dies stets zwei Violinen und ein Violoncello. Die anderen Musiker bilden das »Concerto grosso« im engeren Sinn. Corellis Opus 6 erschien zwar erst 1714 in gedruckter Form, ein Jahr nach Corellis Tod, die Concerti waren aber schon in den Jahren davor europaweit bekannt. Sie gelten als das frühe Hauptwerk der Gattung. Nach Corellis Tod erreichten seine Werke Vorbildstatus. In England gab es einen regelrechten »Corelli-Kult«. Händels Concerti grossi Opus 6 sind hierfür die besten Beispiele.

Das schon sinfonisch dimensionierte Divertimento in C-Dur Hob II:17, komponierte Joseph Haydn wohl zu der Zeit, als er seine Stelle beim Prinzen Esterházy antrat. Haydn verbrachte den größeren Teil seiner beruflichen Laufbahn als Hofmusiker in den Diensten der wohlhabenden ungarischen Familie Esterházy, deren Orchester und Oper er leitete. Die Abgeschiedenheit von anderen Komponisten und musikalischen Strömungen in Eisenstadt und Esterháza empfand er überhaupt nicht als belastend, ganz im Gegenteil. Gegenüber seinem Biographen August Griesinger meinte er: »Mein Fürst war mit allen meinen Arbeiten zufrieden, ich erhielt Beyfall, ich konnte als Chef eines Orchesters Versuche machen, beobachten, was den Eindruck hervorbringt und was ihn schwächt, also verbessern, zusetzen, wegschneiden, wagen, ich war von der Welt abgesondert, niemand in meiner Nähe konnte mich an mir selbst irremachen und quälen, und so musste ich original werden.«

Alexander Glasunow, geboren in St. Petersburg, begann bereits mit elf Jahren zu komponieren. Bei Rimskij-Korsakow studierte er einige Monate Harmonie- und Formenlehre und wurde so wie fast alle russischen Komponisten seiner Generation dessen Schüler. Bereits seine erste Sinfonie brachte dem erst 16-jährigen 1882 den Durchbruch als Komponist. Den Erfolg konnte Glasunow weiter ausbauen und erwarb sich in den 1890er Jahren auch internationale Anerkennung. 1899 wurde er Professor am Petersburger Konservatorium. Auf diesem Lehrstuhl sollte er später noch den jungen Schostakowitsch unterrichten. 1905 übernahm er die Leitung des Petersburger Konservatoriums. Dem Werk Thema und Variationen g-Moll für Streichorchester Opus 97 entstanden 1918 liegt ein Streichquintett zugrunde, das Alexander Glasunov bereits im Jahre 1895 komponiert hatte.

Für den Klaviervirtuosen Wolfgang Amadeus Mozart gehörte auch in seinen Wiener Jahren das Spielen in Konzerten zu seinen Haupttätigkeiten. Die meisten seiner 27 Klavierkonzerte hat er für sich selbst geschrieben. Sie gelangten im Rahmen seiner privaten Musikakademien mit eigens dafür zusammengestellten Orchestern zur Aufführung. Eine größere Verbreitung erlangten die meisten dieser Werke zunächst nicht. Auch das Klavierkonzert A-Dur KV 488 wurde erst neun Jahre nach Mozarts Tod gedruckt. In den Jahren 1784 bis 1786 schrieb Mozart insgesamt zwölf Klavierkonzerte (Nr. 14 - 25), die zu den schönsten und bedeutendsten dieser Gattung gehören, darunter auch das Klavierkonzert Nr. 23 A-Dur KV 488, welches er am 2. März 1786 mitten in der Arbeit an seiner Oper »Die Hochzeit des Figaro« fertigstellte.



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