»Klassik im Krafft-Areal«


Samstag, den 22. November 2008, 19.00 Uhr


Kolja Lessing, Violine
Ingolf Turban, Violine
Andrea Kauten, Klavier


Kolja Lessing hat als Geiger und Pianist durch die Verbindung interpretatorischer und wissenschaftlicher Arbeit dem Musikleben prägende Impulse verliehen. Georg Philipp Telemanns Violinfantasien, Johann Paul Westhoffs Violinsuiten sowie viele bedeutende Klavierwerke des 20. Jahrhunderts wurden durch seinen Einsatz für den Konzertsaal wiederentdeckt. International ausgezeichnete CD-Produktionen, die u.a. bei Decca, Capriccio und Edition Abseits erschienen, dokumentieren sein Repertoire, das Standardwerke wie Raritäten gleichermaßen umfasst. Kolja Lessings weltweite Konzert- und Aufnahmetätigkeit als Geiger und Pianist beinhaltet sowohl die Zusammenarbeit mit führenden Orchestern unter Dirigenten wie Yakov Kreizberg, Nello Santi und Lothar Zagrosek als auch verschiedenste kammermusikalische Projekte. In Anerkennung seines Engagements für verfemte Komponisten erhielt er 1999 den Johann-Wenzel-Stamitz-Sonderpreis. 2008 wurde er mit dem Deutschen Kritikerpreis für Musik ausgezeichnet. Zahlreiche Uraufführungen von Violinwerken, die Komponisten wie Haim Alexander, Abel Ehrlich, Jacqueline Fontyn, Berthold Goldschmidt und Hans Vogt eigens für Kolja Lessing schrieben, spiegeln sein internationales Renommee ebenso regelmäßige Einladungen zu Meisterkursen in Europa und Nordamerika. Nach Professuren für Violine und Kammermusik an den Musikhochschulen Würzburg und Leipzig wirkt er seit dem Jahr 2000 in gleicher Funktion an der Musikhochschule Stuttgart. Seine grundlegende musikalische Ausbildung erhielt Kolja Lessing bei seiner Mutter und später bei Hansheinz Schneeberger in Basel, wo er sich auch kompositorischen Studien widmete. Prägende künstlerische Anregungen gewann er aus der Zusammenarbeit mit Berthold Goldschmidt, Ignace Strasfogel und Zoltán Székely.

Ingolf Turban, Solist in den Philharmonien von Berlin und München, im Kennedy Center in Washington, in der New Yorker Avery Fisher Hall, in der Züricher Tonhalle, im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins oder der Mailänder Scala, mit Dirigenten wie Sergiu Celibidache, Charles Dutoit, Lorin Maazel, Zubin Mehta, Yehudi Menuhin, Jun Märkl und Marcello Viotti, trägt neben den Werken der großen Violinliteratur ein zum Teil nie gehörtes Repertoire in die Welt. Sein Einsatz für das Werk Niccolò Paganinis zeitigt große Erfolge: im März 2006 mit den New Yorker Philharmonikern, aber auch mit der Gesamteinspielung der 6 Violinkonzerte (Telos Records) und in der Fernsehdokumentation »Paganinis Geheimnis«. Sein umfangreiches Repertoire ist auf über 30 CD-Produktionen dokumentiert. Viele seiner vielbeachteten Ersteinspielungen, sind heute in den gängigen Konzertbetrieb eingeflossen. 2006 folgt Ingolf Turban, der bis dahin 11 Jahre an der Stuttgarter Hochschule für Musik und Darstellende Kunst unterrichtete, dem Ruf an die Hochschule für Musik und Theater in München. Seit 2007 ist er Künstlerischer Leiter des Sommerfestivals »Holzhauser Musiktage« am Starnberger See.

Im Alter von 7 Jahren begann die ungarisch-schweizerische Pianistin Andrea Kauten ihr Klavierspiel beim Basler Pianisten Albert Engel. Bereits als 13-jährige stand sie im Finale des Jecklin-Wettbewerbs in Zürich. Ein Jahr später wurde sie mit dem 1. Preis des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs ausgezeichnet. In der Folge studierte sie an der Musikakademie in Basel und an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest. Andrea Kauten verfügt über ein breitgefächertes Repertoire. Die besondere Liebe der Pianistin gehört der Romantik. Andrea Kauten konzertierte in diversen Ländern, unter anderem in den USA, Kanada, Dänemark, Frankreich, Deutschland und in der Schweiz. Ende 2006 veröffentlichte sie bei Sony Classical eine CD mit Werken von Robert Schumann.



Programm

Jean-Marie Leclair Sonate A-Dur op. 3 Nr. 2 für zwei Violinen
(1697 – 1764) 1. Allegro
2. Sarabande: Largo
3. Allegro
 
Eugène Ysaÿe Sonate für zwei Violinen op. posth. (1916)
(1697 – 1764) 1. Poco lento – Maestoso – Allegro fermo
2. Allegretto – poco lento
3. Allegro vivo e con fuoco
 
Max Reger Allegro A-Dur für zwei Violinen (1914)
(1873 – 1916)
 
Adolf Busch Praeludium und Passacaglia d-moll op. 4
(1891 – 1952) für zwei Violinen und Klavier (1912)
 



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