»Klassik im Krafft-Areal«


Samstag, den 15. Oktober 2011, 19.00 Uhr

Daniel Johannsen Daniel Johannsen (Photo: Anette Friedel)


Daniel Johannsen, Tenor
Thomas Schubert, Klavier


Der österreichische Tenor Daniel Johannsen gehört zu den gefragtesten Interpreten des Evangelisten in den Passionen J. S. Bachs. Nach der Ausbildung zum Kirchenmusiker studierte er Gesang bei Margit Klaushofer und Robert Holl in Wien; er war Meisterschüler von Dietrich Fischer-Dieskau, Nicolai Gedda sowie Christa Ludwig und ist Preisträger zahlreicher Wettbewerbe. Seit seinem Début 1998 führen ihn Auftritte als Konzert-, Lied- und Opernsänger mit Werken aller Epochen in die großen Musikzentren Europas, Nordamerikas und Japans. Er ist zu Gast bei zahlreichen Festivals (Styriarte Graz, Salzburger Festspiele, Israel Festival) und musiziert unter der Leitung namhafter Dirigenten wie Sir Neville Marriner und Jordi Savall z. B. mit Le Concert des Nations, den Wiener Philharmonikern oder dem Chamber Orchestra of Europe. Auf der Bühne ist der lyrische Tenor, den Engagements etwa an das Münchner Gärtnerplatztheater, das Luzerner Theater oder zu den Ludwigsburger Schlossfestspielen führten, mit Mozart-Partien, mit Werken des Barock, des 20. Jahrhunderts und der Moderne, aber auch in einigen Operettenrollen zu erleben. Im Liedbereich arbeitet der Sänger u. a. mit Simon Bucher und David Lutz zusammen. Zahlreiche Rundfunk-, Fernseh- sowie preisgekrönte CD-Aufnahmen dokumentieren seine künstlerische Arbeit. In der Saison 2011/12 tritt Daniel Johannsen u. a. bei den Bachfesten Wetzlar und Leipzig sowie im Rahmen der Händel-Festspiele Halle auf. Er wirkt an einer Barockopern-Produktion in Schwetzingen mit und gastiert regelmäßig als Tamino am Münchner Gärtnerplatztheater.

Thomas Schubert ist als Komponist, Liedbegleiter und Dirigent vielseitig tätig. Konzert- und Vortragsreisen führten ihn u.a. nach Nordamerika und Japan, wo er als Artist in Residence des »Schubertiade Tamba no mori International Music Festivals« wirkte. An der University of Texas und der Mukogawa University Nishinomiya gestaltete er Vorträge und Kurse zum Thema Kunstlied. Als Liedpianist begleitete Thomas Schubert zahlreiche Sänger seiner Generation sowie Künstlerpersönlichkeiten wie Agnes Giebel, die Kammersänger Kurt Moll, Walter Berry und Claes H. Ahnsjö (Bayerische Staatsoper), Lucine Amara und William Lewis (Metropolitan Opera) und Satsuki Adachi (Japanese National Opera). Vom Bayerischen Kunstministerium wurde ihm als Anerkennung seines kompositorischen Schaffens ein Aufenthaltsstipendium im Internationalen Künstlerhaus Villa Concordia verliehen. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht Vokalmusik, wobei die Themen seiner Werke vorzugsweise der Literatur alter Kulturen (z.B. dem alten Ägypten der Pharaonenzeit, den Büchern des Alten Testaments und der Apokryphen), spirituellen Texten der Ostkirche sowie außereuropäischer Völker und der Lyrik u.a. von Friedrich Hölderlin, Rainer Maria Rilke, Else Lasker-Schüler, Rabindranath Tagore entstammen. Seine Musik ist der Tradition und der Tonalität verpflichtet und eröffnet den Zuhörern einen Zugang zur zeitgenössischen Musik.



Programm


Franz Schubert (1797 – 1828)
 
Lieder nach Gedichten aus dem Freundeskreis und von Zeitgenossen
 
Geheimnis. An Franz Schubert   D 491   (Johann Baptist Mayrhofer)
An mein Clavier   D 342    (Christian Friedrich Daniel Schubart)
Fischerweise   D 881   (Franz Xaver Freiherr von Schlechta)
Des Fischers Liebesglück   D 933   (Carl Gottfried von Leitner)
Die Forelle   D 550   (Christian Friedrich Daniel Schubart)
Selige Welt   D 743   (Johann Chrysostomus Senn)
Am Strome   D 539   (Johann Baptist Mayrhofer)
Am See   D 746   (Franz Seraph Ritter von Bruchmann)
Die Sterne   D 939   (Carl Gottfried von Leitner)
Skolie   D 306   (Johann Ludwig Ferdinand von Deinhardstein)
Lob des Tokayers   D 248   (Gabriele von Baumberg)
Bei dir allein   D 866   (Johann Gabriel Seidl)
Labetrank der Liebe   D 302   (Josef Ludwig Stoll)
An die Geliebte   D 300   (Josef Ludwig Stoll)
An Silvia   D 891   (Eduard von Bauernfeld nach Shakespeare)
Am Fenster   D 878   (Johann Gabriel Seidl)
Glaube, Hoffnung und Liebe   D 955   (Christoph Johann Anton Kuffner)
Der Jüngling und der Tod   D 545   (Joseph Freiherr von Spaun)
Abschied von der Erde   D 829   (Adolf von Pratobevera)
An die Musik   D 547   (Franz Adolf Friedrich von Schober)


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