»Klassik im Krafft-Areal«


Samstag, den 16. Mai 2015, 19.00 Uhr

Andrea Kauten – Kolja Lessing Andrea Kauten – Kolja Lessing


Kolja Lessing, Violine
Andrea Kauten, Klavier


Kolja Lessing, einer der vielseitigsten Musiker unserer Zeit, hat als Geiger und Pianist durch seine Verbindung von interpretatorischer und wissenschaftlicher Arbeit dem Musikleben prägende Impulse verliehen. Durch seinen Einsatz wurden z.B. Georg Philipp Telemanns Violinfantasien und Johann Paul Westhoffs Violinsuiten ebenso für den Konzertsaal wiederentdeckt wie auch viele bedeutende Klavierwerke des 20. Jahrhunderts, u.a. von Berthold Goldschmidt, Philipp Jarnach, Ignace Strasfogel und Wladimir Vogel. International ausgezeichnete CD-Produktionen dokumentieren diese stilistisch differenzierte Auseinandersetzung mit Repertoire vom Barock bis zur Moderne, das Standardwerke wie Raritäten gleichermaßen umfasst. Kolja Lessings weltweite Konzert- und Aufnahmetätigkeit als Geiger und Pianist beinhaltet sowohl die Zusammenarbeit mit führenden Orchestern unter Dirigenten wie Yakov Kreizberg, Nello Santi und Lothar Zagrosek als auch verschiedenste kammermusikalische Projekte. In Anerkennung seines Engagements für verfemte Komponisten erhielt er 1999 den Johann-Wenzel-Stamitz-Sonderpreis, 2008 wurde er mit dem Deutschen Kritikerpreis für Musik ausgezeichnet. 2010 kam die Fernseh-Dokumentation »Ferne Klänge« über seinen Einsatz für Musik im Exil zur Erstsendung. 2015 empfing er die Otto-Hirsch-Auszeichnung der Stadt Stuttgart. Zahlreiche Uraufführungen von Violinwerken, die Komponisten wie Haim Alexander, Tzvi Avni, Abel Ehrlich, Jacqueline Fontyn, Berthold Goldschmidt, Ursula Mamlok, Dimitri Terzakis und Hans Vogt eigens für Kolja Lessing schrieben, spiegeln sein internationales Renommee ebenso wie regelmäßige Einladungen zu Meisterkursen in Europa und Nordamerika. Nach Professuren für Violine und Kammermusik an den Musikhochschulen Würzburg und Leipzig wirkt er seit dem Jahre 2000 in gleicher Funktion an der Musikhochschule Stuttgart. Seine eigene grundlegende musikalische Ausbildung erhielt Kolja Lessing bei seiner Mutter und später bei Hansheinz Schneeberger in Basel, wo er sich auch kompositorischen Studien widmete. Prägende künstlerische Anregungen gewann er darüber hinaus aus der Zusammenarbeit mit Berthold Goldschmidt, Ignace Strasfogel und Zoltán Székely.

Andrea Kauten begann ihr Klavierspiel beim Basler Pianisten Albert Engel. Als 13-jährige stand sie im Finale des Jecklin-Wettbewerbs in Zürich; ein Jahr später gewann sie den 1. Preis des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs. Ausgebildet an der Musikakademie Basel und an der Franz Liszt Musikakademie in Budapest, verfügt Andrea Kauten über ein breitgefächertes Repertoire. Ihre erste CD mit Werken von Liszt, Goldmark und Rachmaninow erschien 1993. Zwei CDs mit Werken von Robert Schumann veröffentlichte sie bei Sony Classical 2006 und 2009. Eine CD mit Werken von Franz Liszt (h-Moll-Sonate, »Dante-Sonate«) erschien 2011. Auf ihrer 2012 veröffentlichten und hochgelobten Liszt-Doppel-CD hat die Pianistin Werke für Klavier und Orchester sowie für Klavier Solo (Totentanz, Malédiction, Ungar. Fantasie, »Années de Pèlerinage«, Mephisto-Walzer, 14. Ungar. Rhapsodie) eingespielt. Im Dezember 2013 veröffentlichte Sony die Doppel-CD »Andrea Kauten – A Portrait« mit Werken von Ludwig van Beethoven (»Mondscheinsonate« und »Pathétique«), Frédéric Chopin (die große Sonate mit dem Trauermarsch), Franz Liszt (»Consolations«, der »Liebestraum« und die 15. Ungarische Rhapsodie), Robert Schumann (»Album für die Jugend«) sowie Sergei Rachmaninow (das berühmte Prélude op. 3 Nr. 2 in cis-Moll sowie das Prélude op. 23 Nr. 5 g-Moll).

Seit 2006 ist Andrea Kauten künstlerische Leiterin der Kammermusikreihe »Klassik im Krafft-Areal«.



Programm

Wolfgang Amadeus Mozart Sonate für Klavier und Violine F-Dur KV 377
1756 – 1791 1. Allegro
2. Thema. Andante – Var. I-V – Var. VI. Siciliana
3. Tempo di Menuetto
 
Paul Ben-Haim Sonata in G für Violine solo   (1951)
1897 – 1984 1. Allegro energico
2. Lento e sotto voce
3. Molto allegro
 
César Franck Sonate für Violine und Klavier A-Dur
1822 – 1890 Eugène Ysaÿe gewidmet  (1886)
  1. Allegro ben moderato
2. Allegro
3. Recitativo-Fantasia. Ben moderato
4. Allegretto poco mosso
 



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