»Klassik im Krafft-Areal«


Samstag, den 16. November 2019, 19.00 Uhr

Federico Kasik Federico Kasik


Fritz Busch Quartett

Federico Kasik, Violine
Tibo Gyenge, Violine
Florian Richter, Viola
Titus Maack, Violoncello

Andrea Kauten, Klavier


Federico Kasik wurde 1984 in Bad Nauheim geboren und erhielt seit seinem sechsten Lebensjahr Violinunterricht. Ab 2001 studierte er in Lviv (Lemberg/Ukraine) bei Igor Pylatjuk. 2007 schloss er sein Studium mit Auszeichnung ab und wechselte ein Jahr später in die Meisterklasse von Ivan Zenáty an der Dresdner Hochschule für Musik »Carl Maria von Weber«. Seit dem Jahr 2000 konzertierte er als Solist in Deutschland, Polen, Österreich, der Ukraine und der Schweiz und musizierte mit zahlreichen Symphonieorchestern. Federico Kasik ist Preisträger des Internationalen Lyssenko-Wettbewerbs 2002 und des Carl-Flesch-Wettbewerbs 2003. Seit 2011 hat Federico Kasik die Position des stellvertretenden 1. Konzertmeisters der Sächsischen Staatskapelle Dresden inne. Die Saison 2016 beendete er als Solist zusammen mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden die Konzertsaison mit Werken von Constantin Silvestri und Wolfgang Amadeus Mozart.

Tibor Gyenge wurde 1989 in Sibiu (Hermannstadt/Rumänien) geboren und erhielt den ersten Violinunterricht von seinem Vater. Anschließend besuchte Tibor Gyenge die Béla Bartók Musikschule und das Musikgymnasium in Szombathely, bevor er zur Kunstuniversität Graz wechselte, um bei Prof. Silvia Marcovici zu studieren. 2012 schloss er das Bachelorstudium mit Auszeichnung ab. 2014 bis 2016 absolvierte Tibor Gyenge bei Prof. Daniel Gaede an der Hochschule für Musik Nürnberg sein Masterstudium. Als Solist trat er mit dem Ungarischen Kammerorchester, der Camerata Pro Musica, dem Savaria Symphony Orchestra und der Staatlichen Philharmonie Satu-Mare »Dinu Lipatti« auf. Außerdem war er war beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und an der Staatsphilharmonie in Nürnberg engagiert. Seit 2016 ist Tibor Gyenge Stellvertretender 1. Konzertmeister der ersten Violinen der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Florian Richter studierte zunächst das Fach Violine an der Hochschule für Musik und Theater »Felix Mendelssohn Bartholdy« in Leipzig bei Prof. Klaus Hertel. Im Jahr 2000 wechselte er zur Viola. Von 2004 bis 2014 studierte der mehrfache Bundespreisträger bei »Jugend musiziert« an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar bei Prof. Ditte Leser und Prof. Erich Krüger und schloss seine Ausbildung mit dem Konzertexamen ab. Als Solist spielte er unter anderem unter der Leitung von Johannes Klumpp, Helmuth Rilling, Stefan Solyom, Michael Sanderling und Marek Janowski. Von 2010 bis 2012 war Florian Richter Solobratscher der Staatskapelle Weimar, von 2012 bis 2017 beim Staatsorchester Stuttgart. Seit Oktober 2017 ist Florian Richter Professor für Viola an der Hochschule für Musik in Nürnberg und seit August 2017 Solobratscher der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Der Cellist Titus Maack besuchte die Hochschule für Musik in Dresden, machte den »Master of Music« in Berlin und legte sein Konzertexamen mit dem Doppelkonzert von Johannes Brahms ab. Seit 2006 ist er regelmäßig Gast bei den Dresdner Kapellsolisten. Außerdem spielt er in renommierten Ensembles, wie den Virtuosi Saxoniae und dem Ensemble der Frauenkirche. Seit vier Jahren ist Titus Maack Mitglied der Sächsischen Staatskapelle Dresden.

Andrea Kauten begann ihr Klavierspiel beim Basler Pianisten Albert Engel. Als 14-Jährige mit dem 1. Preis des Schweizerischen Jugendmusikwettbewerbs ausgezeichnet, studierte sie in der Folge in Basel und an der Franz Liszt-Akademie in Budapest. Seit 2006 veröffentlicht die Pianistin bei Sony Classical. Sie spielte mehrere Solo-CDs mit Kompositionen von Schumann, Liszt, Beethoven, Chopin und Rachmaninow ein. 2018 veröffentlichte sie ein Album mit Klavierkonzerten von Johannes Brahms und Hermann Goetz, jeweils begleitet vom ungarischen Savaria Symphony Orchestra unter der Leitung von Ádám Medveczky. Die Produktion wurde von der Fachzeitschrift »Pizzicato« mit dem »Supersonic«-Award ausgezeichnet. Ihre neuste CD, »Clara Schumann & Zeitgenossen«, mit dem Südwestdeutschen Kammerorchester Pforzheim, wurde erst vor wenigen Tagen aus der Taufe gehoben.



Programm

Franz Schubert Streichquartett Nr. 1 g-Moll/B-Dur, D 18
1797 1828 1. Andante Presto vivace
2. Menuetto
3. Andante
4. Presto
 
Wolfgang Amadeus Mozart Streichquartett C-Dur KV 465
1756 1791 »Dissonanzenquartett«
  1. Adagio Allegro
2. Andante cantabile
3. Menuetto. Allegro
4. Allegro molto
 
Ernst von Dohnányi Klavierquintett Nr.1 c-Moll op. 1
1877 1960 1. Allegro
2. Scherzo. Allegro vivace
3. Adagio, quasi andante
4. Finale. Allegro animato Allegro
 


Franz Schubert schrieb sein Streichquartett Nr. 1 D 18 während seiner Internatszeit im Wiener Stadtkonvikt. Ersten Violinunterricht erhielt Franz Schubert von seinem Vater, der die Begabung seines Sohnes früh erkannte und ihn bereits 1804 Antonio Salieri vorstellte. Wahrscheinlich von Salieri empfohlen und vorbereitet, gehörte Schubert nach einer Aufnahmeprüfung ab 1808 als Hofsängerknabe dem Stadtkonvikt an. Als Zögling dieser Eliteschule besuchte er das Akademische Gymnasium und hatte Unterricht in Gesang, Klavier, Violine, Kontrapunkt und Generalbass. Sein Lehrer für Violine und Klavier war jetzt Wenzel Ruzicka und bereits als Konviktzögling hatte Schubert Kompositionsunterricht bei Antonio Salieri.

Mit seinem Opus 10, den sechs »Haydn-Quartetten«, antwortete Wolfgang Amadeus Mozart auf die »Russischen Quartette« op. 33 des älteren Kollegen. Er benötigte dafür fast drei Jahre für Mozart eine ungewöhnlich lange Zeit. Am 15. Januar und am 12. Februar 1785 gab Mozart in seinem Haus zwei Quartettabende zur Aufführung der Quartette für seinen Freund Haydn. Tief beeindruckt schrieb Haydn an Mozarts Vater Leopold: »Ich sage Ihnen vor Gott, als ein ehrlicher Mann, ihr Sohn der größte Componist, den ich von Person und dem Namen nach kenne; er hat Geschmack, und überdieß die größte Compositionswissenschaft.«

Ernst von Dohnányi erhielt den ersten Musikunterricht von seinem Vater, einem Professor für Mathematik und musikbegeisterten Amateurcellisten. Seine weitere Ausbildung erfolgte an der Franz-Liszt-Akademie Budapest, wo er Klavier und Komposition studierte. Zeitweilig besuchte er dort gemeinsam mit Béla Bartók die Kompositionsklasse. Das Klavierquintett c-Moll op. 1 war Ernst von Dohnányis erstes veröffentlichtes Werk. Johannes Brahms, den er 1895 kennengelernt hatte, war davon so begeistert, dass er sich für eine Aufführung in Wien einsetzte. 1897 beendete Ernst von Dohnányi seine Studien in Budapest und feierte in den folgenden Jahren sowohl als Komponist als auch als Pianist internationale Erfolge. 1908 wurde er Professor an der Berliner Hochschule für Musik. Während des Ersten Weltkrieges ging er zurück nach Ungarn und wurde Professor an der Franz-Liszt-Akademie. Während des Zweiten Weltkrieg sah er sich gezwungen alle seine Ämter niederzulegen und verließ Budapest. Sein Sohn Hans von Dohnányi wurde kurz vor Kriegsende als Widerstandskämpfer hingerichtet. 1949 ging Ernst von Dohnányi in die USA, wo er als Professor an der Florida State University in Tallahassee unterrichtete. 1953 begann er wieder zu konzertieren.



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